Ihr Markenzeichen: üppig angerichtete Kompositionen und extravagante Performances (...).
Nicht bombastisch wie einst die Queens, sondern poetisch und leichtfüssig wurden die Songs neu interpretiert. (...)
Freddie Mercury, der einstige Leadsänger von Queen, hätte mit Sicherheit grosse Freude gehabt. Ob ungestüm oder schüchtern, rockig oder feinfühlig, enttäuscht oder hoffnungslos verliebt – die ganze Gefühlspalette wurde spürbar. (...)
Wer glaubt, die Killerqueens kämen aus der Schweiz, ist selber schuld. Wer Augen hat, die hochtoupierten Haare und die weiten Volantröcke zu sehen, und Ohren, den naiadenhaften Gesang zu hören, der erkennt: Die vier kommen direkt aus Oberons Reich. (...)
Kaum weniger märchenhaft wie der Auftritt der Mittsommernachtselfen ist, was sie aus den Liedern von Mercury machen. Sie werden nicht etwa gecovert, sondern sehr persönlich umgedeutet und mutieren zu etwas, das geprägt ist von Respekt vor dem Gehalt, dem Kern der Lieder. (...)
Mal sind die Killerqueens zart wie Porzellan – Ballerinas einer Spieldose, mal lassen sie kokett die Hüllen fallen, mal wirbeln sie wild rockend Brian May Luftgitarre und geben die toughen Headbanger. (...)
Wenn Katharina Albisser Klavier spielt, hat Freddie Mercury ein heimliches Date mit Kate Bush und Tori Amos. Doch Albisser lauert nicht nur pumagleich vor den Tasten und nimmt „spread your wings“ wörtlich, sie rührt mit ihrer phänomenalen Stimme. (...) nie schiebt sie sich vor die raffinierte Vokalartistik der Killerqueens, die singen, wimmern, hauchen, schreien und begeistern. (...)
Doch „Killer Queens“ ist kein billiger Abklatsch. (...)
Sie erfanden „Queen“ neu als vierstimmiges Gesangsquartett mit Piano, geblieben ist aber der Glamour, die Ironie, die schwülstig-sprühende Erotik. (...)
Mit üppiger Rokoko-Kostümierung stehen sie auf der Bühne. (...) Auserlesen schliesslich ist aber der Gesang. Da drückt bei allen auch die Gesangsausbildung durch. (...)
„…Pflegten Queen ihre Lieder in üppiger, schwülstiger, ja gar bombastischer Manier zu präsentieren, wählten die Killer Queens eine poetische, leichtfüssige, fast sirenenhafte Interpretation der Songs. Dem Publikum schien die von optischen Extravaganzen nicht freie Darbietung der Königinnen jedenfalls mordsmässig zu gefallen…“
„…Ob ungestüm oder schüchtern, rockig oder feinfühlig, enttäuscht oder hoffnungslos verliebt – die ganze Gefühlspalette wurde spürbar… Obwohl in ihrem Namen eine königliche Note steckt bewiesen die Killer Queens, dass sie eher heissblütig als blaublütig sind, und dass sie eher in einer verruchten Bar als in einem Ballsaal anzusiedeln sind. Denn genauso wenig wie der Queen-Sänger Freddie Mercury ein braver Chorknabe war, sind die Killer Queens seidige Prinzesschen…Die Killer Queens boten Liebhabern von Queen die Möglichkeit, unbekannte Perlen zu entdecken oder altbekannte Hits neu zu erleben…“
"… Was die vier Frauen auf die Bühne „queenten“ war einmalig „schön, jung und talentiert“. Es war nicht eine bombastische Angelegenheit, doch die Songs sind spürbar rübergekommen, Freddie und Co. hätten ihre wahre Freude gehabt…“
„…Die vier Frauen haben die eigentlich typische Männermusik der grossen Gesten in eine Art kammermusikalisches Konzept umgewandelt. Durch die Killer Queens können die originalen Queen nun auch in idealer kleinkunstbühnentauglicher Version genossen werden…“